Premiere 23.11.2017

Robert Wilson - Tom Waits - Kathleen Brennan
ALICE
nach Lewis Carrolls "Alice im Wunderland"

Musik und Gesangstexte von
Tom Waits und Kathleen Brennan
Text von Paul Schmidt
Regie, Design, Visual Concept der Originalproduktion von Robert Wilson
Deutsch von Wolfgang Wiens

Regie: Philipp Moschitz
Musikal. Leitung/Arrangements:
Andreas Lenz v. Ungern-Sternberg
Bühne: Thomas Flach
Kostüme: Cornelia Petz
Choreographie: Katja Wachter
Licht: Hans-Peter Boden
Maske: Nicole Weinfurtner
Puppenbauer: Lorenz Seib

Alice: Vanessa Eckart
Charles Dodgson/Weißes Kaninchen/Weißer Ritter:
Thomas Schrimm
Rose/Grinsekatze/Altarboy 2: Sebastian Griegel
Gänseblümchen/Köchin/Hutmacher/Humpty Dumpty:
Patrick Nellessen
Lilie/Märzhase/Königin: Maria Hafner
Raupe/Herzogin/Haselmaus/Schaf: Nathalie Schott
Frosch/Reh/König/Altarboy 1: Nick Robin Dietrich

Cello: Emil Bekir/Aniko Zèke
Schlagzeug: Stefan Gollmitzer/Johannes Rothmoser Kontrabass: Rene Haderer/Christoph Sauer
Piano: Andreas Lenz von Ungern Sternberg
Klarinette, Saxophon: Ulrich Wangenheim


Produktion und Veranstalter: GbR Schölch u.a. "Alice"


Zeit seines Lebens war der studierte Theologe und Mathematiker Charles L. Dodgson, weltbekannt unter seinem Dichternamen Lewis Carroll, fasziniert von der jungen Alice Liddell, Tochter seines Universitäts-Dekans. Sie war häufiges Motiv seiner Fotografie-Arbeiten und Vorbild für die Heldin seines berühmten Klassikers "Alice im Wunderland", den er für sie schrieb.

ALICE, neben "The Black Rider" und „Woyzeck“ eine weitere Zusammenarbeit von Tom Waits und Robert Wilson, verflicht kunstvoll das Leben Charles Dodgsons und seine Obsession für Alice Liddell mit den Motiven aus "Alice im Wunderland" und "Alice hinter den Spiegeln":

An einem gefährlichen Wendepunkt in seiner bislang unschuldigen Beziehung zu Alice angelangt, entführt Dodgson sie zum Schutz vor seinem Begehren in ein von ihm geschaffenes Wunderland, in dem er gefahrlos an ihrer Seite bleiben kann. In einer stets zwischen Traum und Wirklichkeit changierenden Szenerie von phantastischen Gestalten und rätselhaft-skurrilen Begegnungen, ist Dodgson mal unschuldiges Kaninchen, mal rettender Ritter, und verliert dabei zusehends die Fähigkeit, Fiktion und Realität auseinanderzuhalten.
Als sich die Atmosphäre emotional und erotisch mehr und mehr auflädt, droht die Situation zwischen den beiden einander so tief verbundenen Figuren zu eskalieren...

Die innere Zerrissenheit des Schriftstellers kommt in Tom Waits' melancholischen, sehnsuchtsvoll-zarten Melodien zum Ausdruck, die von lyrischen Balladen über einen spielerischen Walzer bis hin zu verrauchten Jazzsongs reichen - eine kongeniale Spiegelung des fragilen, abgründigen Traum- und Seelenlebens Dodgsons.

Tom Waits über seine Alice-Musik: "Alice is adult songs for children, or children’s songs for adults. It’s a maelstrom or fever-dream, a tone-poem, with torch songs and waltzes... an odyssey in dream and nonsense."

Ein magisch-surreales Spektakel aus Poesie, Groteske, Verlangen und Wahnsinn und eine tragisch unerfüllte Liebe.


Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der
LH München und des Bezirksauschusses 12 Schwabing-Freimann