Ausgezeichnet mit AZ-Stern und tz-Rose
der Woche
Ausgezeichnet mit dem tz-Rosenstrauß
des Jahres

DIE LETZTE KARAWANSEREI
von Ariane Mnouchkine

Regie: Jochen Schölch
Bühne: Thomas Flach
Kostüme: Sanna Dembowski
Licht: Hans-Peter Boden
Ton: Philipp Kolb
Video: Daniel Holzberg
Dramaturgie: Katharina Schöfl
Maske: Nicole Weinfurtner


Mit: Butz Buse, Vanessa Eckart, Lilly Forgách, Marc-Philipp Kochendörfer, Patrick Nellessen, James Newton, Sophie Rogall, Hubert Schedlbauer, Dascha von Waberer, Eli Wasserscheid

Hier finden Sie die exakte Rollenaufteilung.

Produktion und Veranstalter: GbR Schöfl u.a. „Die letzte Karawanserei“


    Lieber ertrinke ich in diesem Wasser als in meinen Tränen!
    (aus: Die letzte Karawanserei)

In DIE LETZTE KARAWANSEREI begeben sich Menschen auf ihre ganz persönliche Odyssee. Sie fliehen vor Krieg, dem Verlust der Menschenrechte, der Zerstörung ihrer Kultur, der Auslöschung des Individuums in ihren Heimatländern, und machen sich auf einen unwägbaren und gefährlichen Weg mit ungewissem Ausgang.

Basierend auf über 400 Interviews mit Flüchtlingen und Asylsuchenden, die die Regisseurin Ariane Mnouchkine Anfang der 2000er Jahre überall auf der Welt geführt hat, entfaltet sich ein Theaterabend, der diesen Menschen Gesichter und ihren Geschichten Raum gibt.

Es entsteht ein zeitloses Kaleidoskop menschlicher Not, das aber auch Momente der Hoffnung und Humanität durchscheinen lässt und unseren Blick auf die unmittelbare Würde und Zerbrechlichkeit des einzelnen Lebens lenkt.


Stückdauer: ca. 2 1/2 Stunden inkl. Pause

Pressestimmen:

"Es ist der schmerzvollste, zugleich schönste und berührendste Theaterabend seit langem. Deshalb muss man "Die letzte Karawanserei" im Münchner Metropol sehen. (...) Man sitzt wie unter einer Haube der Beklemmung, wenn eine Mutter ihre Tochter zur Prostitution drängt, um das Schleusergeld zusammenzukratzen; wenn die lernbegierige Tschetschenin der Enge des Dorfes durch Flucht in den Westen entkommen will; wenn die Flüchtlinge sich durch ein Loch im Grenzzaun zwängen und sie vom Auffanglager aus daheim anrufen, um den Eltern etwas vom schönen Paris vorzulügen. Man wird sich, fast beschämt erschreckend, auch wieder der eigenen persönlichen Freiheit bewusst (...) Die täglich durchs Fernsehen gelieferten Schreckensnachrichten haben uns abgebrüht. Bei Schölch und seinen wunderbar konzentrierten Schauspielern hat man wieder gefühlt." (MM)

"Regisseur Jochen Schölch kann das technisch aufwändige Spektakel ebenso wie die szenische Miniatur. Das Ergebnis im Metropoltheater ist ein (...) Theaterabenteuer über die Abgründe des Menschseins hinweg, das ebenso betört wie bestürzt, tiefe Emotion wagt und doch kitschfrei bleibt. All das wird von einem zehnköpfigen Ensemble in fast 40 Rollen gnadenlos präzise auf den Punkt gespielt. (...) Ganz allmählich werden aus den erzählerischen Bruchstücken entsetzlich plastische Bilder berührender Schicksale mit Schauplätzen in Afghanistan oder im Irak, in Kabul, Paris oder London, in Aufnahmelagern in Australien und Frankreich. Hier wird eine mittellose Mutter die Zuhälterin ihrer Tochter, dort findet eine zarte Liebesgeschichte unter dem Taliban-Terror ein Ende von unfassbarer Grausamkeit. (...) Nach dem Theaterbesuch lehrt die aktuelle Nachrichtenlage: Die Karawane des Elends ist noch immer unterwegs und wird immer länger." (AZ)

"Wie so oft gelingen Schölch beeindruckende, beklemmende Bilder: (...) Die zehn Schauspieler des Metropoltheaters sind in zahlreichen Rollen viel beschäftigt und meistern ihre Aufgabe in den jeweils nur minutenlangen Auftritten beachtlich. (...) Insgesamt (...) ist "Die letzte Karawanserei" ein fesselnder (...) Abend über das wichtigste politische Thema unserer Gegenwart." (Peter Jungblut, BR 24 - Die BR-App)

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats
der LH München




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Fotos: Jean-Marc Turmes

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