WIE IM HIMMEL
von Kay Pollak

Regie: Dominik Wilgenbus und Jochen Schölch
Bühne/Licht: Hans-Peter Boden und Thomas Flach

Kostüme: Uschi Haug
Ton: Alessio Zachariades

Mit: Dirk Bender, Vanessa Eckart/Ina Meling, Lilly Forgách, Sebastian Griegel, Matthias Grundig, Paul Kaiser, Marc-Philipp Kochendörfer,
Patrick Nellessen, Nikola Norgauer, Astrid Polak, Hubert Schedlbauer, Nathalie Schott

Bisher spielten in dieser Produktion auch:
Thomas Schrimm, Jakob Tögel, Judith Toth

Produktion und Veranstalter: GbR Flach u.a. „Wie im Himmel"

"Stell dir vor, das viel beschriebene Paradies wäre gar kein Platz irgendwo dort oben – weit, weit von uns entfernt. Stell dir vor, das Paradies wäre ein bestimmter Zustand unter den Menschen. Ein Zustand ohne jede Angst. Ein Zustand, der jederzeit möglich ist."
(Kay Pollak: "Für die Freude entscheiden")

Nach einem Zusammenbruch beschließt der Stardirigent Daniel, sein Leben zu entschleunigen und sich in die Einsamkeit seines Heimatdorfes zurückzuziehen. Doch sein Ruhm eilt ihm voraus, und so bitten die Dorfbewohner ihn schon bald, die Leitung des Kirchenchors zu übernehmen. Nach anfänglichem Zögern stellt Daniel sich dieser Aufgabe mit zunehmender Begeisterung und bekommt nach und nach wieder Freude daran, seine unendliche Liebe zur Musik an die Menschen weiterzugeben. Neben den ureigenen Stimmen eines jeden Sängers lockt er auch bei jedem lange verschüttete Sehnsüchte hervor.

Während die Chormitglieder zu einer selbstbewussten, starken Gemeinschaft zusammenwachsen, findet Daniel selbst seine Liebe zum Leben und zu den Menschen wieder. Doch das gefällt nicht jedem im Dorf und er gerät zwischen die Fronten.
Als die Einladung zu einem europaweiten Chorwettbewerb eintrifft, ist sich Daniel nicht sicher, ob er dieser Herausforderung gewachsen ist...

WIE IM HIMMEL avancierte 2005 zu einem der erfolgreichsten schwedischen Filme aller Zeiten und fand auch in Deutschland ein begeistertes Publikum. Es ist eine Hymne auf die Kraft der Musik und stellt die alte Frage nach dem Sinn unseres Daseins.

Stückdauer: ca. 2 Std. 20 min. (inkl. Pause)

Pressestimmen:

"Genau das, nämlich Herzen erreicht, hat das Team des Münchner Metropol mit der Umsetzung von Pollaks Geschichte. (...) [Jochen Schölchs] reduziert-konzentrierter Theaterstil kann es mit jedem filmischen Realismus aufnehmen. (...) Die Proben und auch die Probleme und Zwistigkeiten innerhalb des Dorfes spielen sich in unaufdringlich fließendem Wechsel rund um einen Flügel ab: körperlich und seelisch brutale, aber auch emotional zarte Szenen, die den in seine Musik versponnenen Künstler mit der Wirklichkeit konfrontieren. (...) Was das Wesen Mensch ausmacht: Ur-Ängste, Eifersucht, Missgunst, Sehnsüchte, Mitgefühl, Solidarität mit den Schwachen, wird auf der Bühne zwangsläufig 'abgebildet'. Aber bei Schölch und seinen großartigen Darstellern - jeder, ob als positive oder negative Figur, eine individuelle Farbe - auf eine so sensible Weise, dass man das echte Leben dahinter spürt." (MM)

"Ein berührender und doch kitschfreier Abend!
Die beste Nachricht vorweg: Das Team vom Metropoltheater (...) hat sich nicht vom Rote-Häuser-Schweden-Kitsch verführen lassen und die Geschichte von allem klebrigen Ballast befreit.(...) Musik ist das Herz des Stückes, und sie ist das Herz der Inszenierung. (...)
[Es] gelingt so mit kleinsten Mitteln ein wunderbar berührender Abend. Musik und Gesang wirken zu keinem Zeitpunkt künstlich oder peinlich, die Gruppe singt erstaunlich gut (besonders Judith Toth als vom Ehemann gepeinigte Gabriella). Matthias Grundig spielt den getriebenen Stardirigenten so aufgewühlt wie liebenswert, wie überhaupt alle Figuren liebevoll gezeichnete Typen sind. Wenn es so etwas wie eine Auszeichnung für das Weihnachtsstück des Jahres gäbe: 'Wie im Himmel' am Metropoltheater hätte sie verdient." (SZ)

"Die Bühne (...) wird beherrscht von einem Konzertflügel als einziges Zeichen für die Macht der Musik, um die es hier geht. Die Reduktion auf den fast leeren Raum nimmt der zwar einfühlsamen, aber auch klischeegesättigten Geschichte viel von ihrer Rührseligkeit. Vor der Pause ist die Inszenierung in ihrer schauspielerischen Intensität begeisternd bis sensationell. Später kann selbst ein Jochen Schölch gegen das wuchtige Pathos des Finales nicht aninszenieren. Das macht aber fast gar nichts, den Judith Toth singt den Solopart von 'Gabriella's Song' (...) einfach herzzereißend schön." (AZ)

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der LH München

 












Fotos: Hilda Lobinger


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